Naturpark-Infozentrum

Burbach ist zwar nicht ganz das Tor zur Welt, wird aber mit dem Projekt »Alte Vogtei« eines von sechs Naturparktoren als südlicher »Eingang« zum Naturpark und rückt damit in den Fokus vieler Besucher. In der neu gestalteten »Alten Vogtei« ist dazu im Erdgeschoss einen Informations- und Präsentationsbereich für den Naturpark entstanden.

AlteVogtei Foto des Naturpark Infozentrums

Alte Vogtei:
Schatztruhe im Naturpark
Sauerland-Rothaargebirge

Der Naturpark Sauerland-Rothaargebirge liegt in Südwestfalen und umfasst große Teile des Hochsauerlandkreises, des Märkischen Kreises, des Kreises Olpe und des Kreises Siegen-Wittgenstein. Mit 3.827 km² Fläche ist er der zweitgrößte Naturpark Deutschlands. (Der größte ist der Schwarzwald).
Diese »Schatztruhe« wurde im November 2017 mit den »Juwelen« gefüllt. Zahlreiche Bürger nahmen an der Ausschreibung des Naturparks teil, sansten ihre Vorschläge ein und eine Jury benannte folgende »Juwelen« für die Burbacher Schatztruhe:

+ Naturschutzgebiet Wetterbachtal (Naturschätze Südwestfalen)
+ Ginsburg
+ Kindelsbergturm
+ Historischer Hauberg Fellinghausen
+ Waldland Hohenroth (Waldinformationszentrum Forsthaus Hohenroth)
+ Truppacher Heide (Nationales Naturerbe)

NATURSCHATZ WETTERBACHTAL
Vor Leben strotzende Wiesen: Hier fühlen sich nicht nur Wiesenbrüter und Schmetterlinge wohl, auch Trollblume und Eisenhut gedeihen prächtig. 

GINSBURG
Die Ginsburg in Hilchenbach-Grund ist eine im 12. Jh. errichtete, nassauische Grenzfeste. Schon früh befand sich hier ein zentraler Kreuzungspunkt verschiedener Fernstraßen, die über die Höhenkämme aus dem Rhein-Main-Gebiet kamen. Außerdem war hier die Drehscheibe zwischen dem Sieger-, Sauer-, und Wittgensteiner Land und dem Dillgebiet. Heute bietet die Burg als markanter Routenpunkt am Rothaarsteig für Wanderer, Natur- und Heimatfreunde eine Raststätte mit weitem Panoramablick.

KINDELSBERGTURM
Kindelsberg – Wahrzeichen des nördlichen Siegerlandes. Der 618 m hohe Kindelsberg war der Bevölkerung schon immer ein prägendes Heimatsymbol und seit dem 19. Jahrhundert ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel an dem viele Sänger- und Turnfeste stattfanden. Viele Vereine rund um den Kindelsberg und auch die Krombacher Brauerei tragen den Turm als Zeichen in ihrem Wappen.

HISTORISCHER HAUBERG FELLINGHAUSEN
Der „Siegerländer Hauberg“ gilt als eine hochentwickelte Sonderform der Niederwaldwirtschaft, deren ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft den Raubbau von Holz verhinderte. Er prägte über Jahrhunderte hinweg die Siegerländer Landschaft. Auf dieser Waldfläche der Waldgenossenschaft Fellinghausen lebt die alte Wirtschaftsform weiter. Im jahreszeitlichen Rhythmus werden typische Haubergsarbeiten mit überlieferten Methoden und alten Werkzeugen ausgeführt.

WALDLAND HOHENROTH (WALDINFORMATIONSZENTRUM FORSTHAUS HOHENROTH)
Das über 100 Jahre alte Forsthaus Hohenroth mit seiner idyllischen Lage mitten im Wald des Rothaargebirges ist ein spannendes Ausflugsziel für die ganze Familie und für Naturliebhaber.

Naturpark-Highlights

Zu den Natur-Highlights des Burbacher Raumes gehören verschiedene Naturerlebnis-Angebote, darunter vier »Naturschätze Südwestfalens«:

WACHOLDERHEIDE GAMBACH UND HIRTENWIESE
Ein Hauch von Lüneburger Heide: In der Gambach bei Burbach können Besucher die letzte große Wacholderheide des Kreises Siegen-Wittgenstein bewundern.

GROSSER STEIN
Über den Ortschaften Holzhausen und Lützeln erhebt sich ein dicht bewaldeter Hügel: Der Große Stein. Er ist das Relikt eines vor langer Zeit erloschenen Vulkans, dessen Lava vor rund 20 Millionen Jahren die Decke aus uralten, devonischen Gesteinsschichten , die vor etwa 370 Millionen Jahren entstanden, durchbrach und nahe der Oberfläche zu kantigen Basaltsäulen erstarrte. Im Laufe der Zeit schälten Wind und Wetter die weicheren Gesteinsarten ab, so dass nur noch der sehr witterungsbeständige Basalt übrig blieb. Doch auch dieser konnte den Naturgewalten nicht dauerhaft trotzen. Frost führte dazu, dass die Säulen gesprengt wurden und sich über die Bergkuppe ergossen. Auf diese Weise entstand die heute noch sichtbare Blockschutthalde.

NATURSCHATZ WEIERBACH UND WINTERBACH
Das Naturschutzgebiet wird von zwei naturnahen Bächen, dem Weierbach und dem Winterbach, umrahmt. Sie fließen am Nordende des Gebietes zum Wetterbach zusammen. Gehölze säumen die Ufer und sorgen im Wechsel mit Wiesen und Hochstaudenfluren für eine abwechslungsreiche Landschaft. An den Talhängen wurden Vieweiden angelegt. Weiter talaufwärts sind die Hänge bewaldet. Zahlreiche Quellen schicken ihr Wasser in kleinen Rinnsalen zu Tal.